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13.11.22 um 15:30 Uhr Don Carlo im Theater am Goetheplatz.

Kosten 38,-€, Reihe 9-11. Anmeldung bis zum 17.10.22
Weitere Informationen gerne telefonisch unter 0421- 483496.

Der neue Musikdirektor des Bremer Theaters, Frank Hilbrich, ist vielen OpernbesucherInnen, die auch die Produktionen der umliegenden Städte wie Oldenburg, Hamburg, Bremerhaven und Hannover besuchten, bekannt aus Hannover als ein Regisseur, der Kindheits- und Generationengeschichte der ProtagonistInnen in den Charakteren mitreißend, überzeugend und vor allem emotional zeigt. Als sehr gelungene Produktion des Bremer Theaters wurde die Premiere in der Presse sehr umjubelt.

 

Und so urteilt die Presse in Bremen und umzu :

„[…] singt und tönt die Tragödie der Macht: Sensationelle Chöre, perfekt von Alice Meregaglia geleitet, ordnen sich ihr unter und stabilisieren sie so. Es ist die große Oper der Politik, getragen von einem Orchester, das unter Generalmusikdirektor Marko Letonja rücksichtslos klar musiziert. […] Gewaltsam umgedeutet wird dabei allenfalls der Stoßseufzer aus Heinrich Heines Börne-Denkschrift, nach dem Freiheit – er sieht in ihr die Ursache rassistischer Lynchjustiz in den USA – ein böser Traum wäre. Hilbrich stellt ihn dem Abend als eine Art Motto voran, um dann schlüssig, mit feinem Ohr für die Zwischentöne der Komposition, die Figuren durch eine Welt zu führen, in der ganz im Gegenteil verbindliche Regeln als Schrift jeden Freiheitstraum böse scheitern lassen. Herrlich.“ (Benno Schirrmeister, taz, 22. September 2022)

„Dieses Mal muss zu allererst von der Musik die Rede sein. Was Marko Letonja, dem Generalmusikdirektor der Bremer Philharmoniker, bei der Eröffnungspremiere der Opernsaison am Theater Bremen mit Verdis „Don Carlo“ gelang, das hatte wirklich Ausnahmerang. […] Mit der Elisabeth hatte die aus Südafrika stammende Sarah-Jane Brandon einen glänzenden Einstand im Bremer Ensemble. Ihr Sopran ist fast noch lyrisch im Charakter, mit glockenhellem Timbre, dabei aber durchaus dramatisch tragfähig, und sie führt ihn mit bezaubernder Musikalität, Delikatesse und Klugheit: subtil in der Dynamik und Agogik, traumwandlerisch sicher in der Intonation. Ihr Partner Luis Olivares Sandoval als Don Carlo verfügt über ein wunderschönes italienisches Timbre, er gestaltet seine Partie ähnlich bewusst wie Brandon.“ (Detlef Brandenburg, Die deutsche Bühne online, 19. September 2022)

„Hilbrichs Inszenierung zeichnet sich insgesamt durch eine sehr intensive und klug durchdachte Personenführung aus. […] Patrick Zielke besticht als Philipp mit seiner Bühnenpräsenz und ausgefeilter Gestaltung. Die Tragik und auch die Brutalität der Figur werden sehr deutlich. Nathalie Mittelbach kann als Eboli nicht nur mit ihrem vehementen Ausbruch bei „O don fatale“ überzeugen. Der ukrainische Bassist Taras Shtonda gibt den Großinquisitor mit machtvoller Urgewalt.“ (Wolfgang Denker, Weser-Kurier, 20. September 2022)

„Marco Letonja und die Bremer Philharmoniker präsentieren Verdis geniale und so anrührende Partitur in einer Intensität und Tiefenschärfe, die über fast vier Stunden Spielzeit keine Sekunde nachlässt – wie die Szene auch. […] Auch die SängerInnen selbst machen die Aufführung zu einem überregionalen Ereignis, dem man sich viele BesucherInnen wünscht. Allen voran Patrick Zielke in seinerseits Debutrolle als Philipp II, der – auch klangschön – eine ergreifende Studie von Einsamkeit und Macht zeigt. Dann – neu im Ensemble – die Südafrikanerin Sarah-Jane Brandon als Elisabeth mit wunderbar sehnsüchtigem Gesang als tief verletzte Elisabeth, Luis Olivares Sandoval als todunglücklicher Carlo, sehr charakteristisch und gut geführt sein Tenor. Ein weiterer Neuzugang im Ensemble: der polnische Bariton Michal Partyka als tobender Posa, der seinen Zorn auf das spanische Regime und seine Liebe zu Carlo und ebenso zur flandrischen Unabhängigkeit stimmlich wie darstellerisch spannungsgeladen rüberbringt. […] Ein vielbejubelter Abend für einen rundherum gelungen Einstand Frank Hilbrichs.“ ((Ute Schalz-Laurenze), Neue Musikzeitung, 20. September 2022)

„Die Spannung wurde gehalten und wurde für mich sogar immer intensiver. Gerade der zweite Teil nach der Pause, also der vierte und der fünfte Akt, waren extrem fesselnd. Verdis ‚Don Carlo‘ erzählt viele Geschichten gleichzeitig, die ganz dicht miteinander verknüpft sind. Die politische oder auch philosophische Frage, die über allem steht, ist die nach dem Verhältnis von Macht und Freiheit: Wie kann ein einzelner Macht ausüben und trotzdem die Freiheit aller gewährleisten? […] Gleichzeitig ist ‚Don Carlo‘ auch ein Familiendrama, nämlich das von Philipp II., König von Spanien, und seinem Sohn Carlo […] Vor allem wirft Verdi in dieser Oper Fragen auf, die zeitlos sind und die mich auch nach den knapp vier Stunden im Theater Bremen noch weiter beschäftigt haben.“ (Sophia Fischer, Bremen Zwei, 26. September 2022)

„Man möchte keine Minute dieses fast vier Stunden langen Spektakels missen. Geprägt wird die erste Opernpremiere am Goetheplatz durch Katrin Connans spektakuläre Bühne: Eine gigantische Konstruktion aus Bücherwänden, die entfernt an den Turm von Babel und Dantes Höllentrichter erinnert und auf fünf Ebenen Spielflächen für die geschickt choreografierten Massenszenen bietet.“ (Markus Wilks, Kreiszeitung, 24. September 2022)

„Allein der Orchesterausbruch nach Posas Auseinandersetzung mit Philipp geht tief unter die Haut. Auch die düstere Welt des Großinquisitors spiegelt sich eindrucksvoll im Orchester wider. Der Chor (Alice Meregaglia) zeigt sich ebenfalls von der besten Seite.“ (Wolfgang Denker, Nordwest Zeitung, 22. September 2022)

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