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im Kommunalkino „CITY46“, Birkenstrasse 1 in Bremen gibt es einen besonderen Film aus dem Jahre 1967 zu sehen:

am Dienstag, den 12. Mai 2026 um 10.30 Uhr

wird der Film „Katz und Maus“ gezeigt.

Dieser Film war bei seinem Erscheinen so umstritten wie kaum ein anderer junger deutscher Film. Diese freie Adaption der Novelle von Günter Grass wurde von der politischen Rechten damals wegen einer vermeintlichen „Ritterkreuz-Schändung“ heftig angefeindet und war Gegenstand einer Bundestagsanfrage und sogar Ziel eines Zensurversuches. „Der innovative Nouvelle-Vague-Charakter des Films – zu dem eine ironische Haltung und moderne Gestaltungsmittel wie die Verschränkung von Gegenwart und Vergangenheit gehören – fand allerdings unverdientermaßen weitaus weniger Beachtung als die Skandalisierung, die durch die Mitwirkung zweier Söhne von Willy Brandt zusätzlichen Antrieb erhielt.

 

Der Film spielt in Danzig während des Zweiten Weltkrieges. Joachim Mahlke (gespielt von Lars Brandt) ist Gymnasiast und verbringt seine Zeit mit seinen Schulkameraden an der Ostsee. Er stiehlt einem Soldaten dessen Ritterkreuz, wird aber erwischt und fliegt von der Schule. Daraufhin geht er als Freiwilliger in den Krieg, bekommt dort selbst das Ritterkreuz und kehrt auf Heimaturlaub an seine alte Schule zurück. Dort wird sein „Heldentum“ aber abgelehnt, worauf Joachim desertiert und spurlos verschwindet.

 

Das Lexikon des Internationalen Films schreibt über den Film: „Der Film ist eine zugespitzte Satire, zwar weniger vielschichtig als die literarische Vorlage, aber umso aggressiver in dem Versuch, alte und neue Varianten des deutschen Militarismus als Zwangsneurosen zu entlarven.“

 

Die Musik zu diesem Film stammt von dem bekannten Jazzgitarristen Attila Zoller.

 

Ernst Steinhoff wird vor Beginn eine Einführung zu diesem Film geben.

 

Eintritt: 5,- Euro, wird im Kino eingesammelt.

 

Es wird sicher wieder ein interessanter Kinovormittag!

 

am Dienstag, den 12. Mai 2026 um 10.30 Uhr im „CITY46“, Birkenstrasse 1

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